


Hallo Blaue,
bei ManCITY gibt es den ersten definitiven Neuzugang. Was eigentlich seit mehreren Wochen klar ist, hat man nun in trockene Tücher gebracht. Jerome Boateng, der Halbbruder des Ballackszertreters, unterschrieb bei CITY. Damit ist der erste Deal perfekt, nach Kompany und de Jong ist Boateng nun der dritte Profi innerhalb von 18 Monaten, welcher vom HSV zu ManCITY wechselt. Ablöse ist rund 12 Mio. Euro. Wenn man die beiden früheren Neuzugänge vom HSV betrachtet, sind die acht Mio. für Kompany sagenhaft angelegt, die 20 Mio. für einen Dauerrenner wie de Jong deutlich überzogen. Solch einen Spielertyp hole ich mir normalerweise aus der eigenen Jugend oder Reserve. Aber was ist heute schon normal? Ich habe es an dieser Stelle erwähnt, ManCITY wird von vielen Spielern und Beratern missbraucht. Ständig tauchen neue Namen und Spekulationen auf, so soll Torres ein unmoralisches Angebot erhalten haben. Wechselt er in die Eastlands, wird er angeblich zum bestbezahltesten Profi der Welt. Liverpool wäre mit einem Schlag zumindest einen großen Teil seiner finanziellen Sorgen los und könnte die Entschädigung für den scheidenden Trainer Benetiz locker bezahlen. Liverpool ist der Verein, welcher vermutlich in den nächsten Jahren langsam an Anziehungskraft verlieren wird. Auf jeden Fall sehen das die Experten, und ganz wichtig in diesen aufregenden Jahren, die Wirtschafts.- und Finanzspezialisten. ManU dürfte wohl aufgrund der vergangenen Erfolge nochmals an frisches Geld kommen, irgendwann ist aber auch der Ofen aus. Die Uhr tickt also, nur für wen? Arsenal steht ganz gut, Manager Arsene Wenger steht für Ruhe und Ausgeglichenheit, aber an der Basis brummelt es auch. Bisher kaufte man zwar im Verhältnis teure Talente, bildete die Jungstars vollends aus und verkaufte noch teurer wieder. Das reicht zwar immer für einen Platz in der Championsleague, aber die Supporters wollen endlich mal wieder einen Titel. Tottenham hat es in der abgelaufenen Saison erstmalig geschafft, die europäische Königsklasse ist der Lohn für eine starke Saison. Allerdings hat der Club in Londons Norden auch in den letzten fünf Jahren insgesamt über vierzig Spieler durchgeschleust, jetzt müssen die Wechsel ein Ende haben. Für ManCITY spricht eigentlich die Zeit und das liebe Geld. Man hat Spielraum und möchte die auch nutzen. Aston Villa dürfte zwar am Thron der Etablierten kratzen, aber keinen größeren Schaden anrichten. Mein verschämter Geheimtipp ist ... der FC Everton aus Liverpool. Nur einen besseren Steinwurf von der Anfield Road entfernt, entwickelt sich dieser Verein. Zwar ist der Goodison Park in die Jahre gekommen, so ziert das Wellblech immer noch die Tribünendächer, aber genau das ist wohl noch ein Stück der Seele der englischen Fußballfans. Für manchen Anhänger ist der Rummel um die Premiership einfach zuviel des Guten, man diskutiert angesichts der WM über die Auswirkungen des hohen Ausländeranteils. Man sehnt sich zurück an die Zeiten, als "Spitznamen" noch aussagekräftig waren. So spielte zum Beispiel ein gewisser Norman Hunter in den wilden Siebziger Jahren 28-mal für England. Er war Teil der übelsten Klopfertruppe in England, Leeds United. Für seinen robusten Einsatz wurde er "Bite your legs" gerufen und die Fans riefen nach jeder Attacke diesen Spitznamen.
Das waren noch Zeiten.
Up the Blues,
RaMü
Bild 1: Enge Sache in Leeds.
Bild 2: Leeds United ist inzwischen wieder in die zweite Liga aufgestiegen.
Bild 3: Elland Road; die Heimat von "Bite your legs".
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen